Aufruf zur Erfassung von in Textil-, Leder- und Pelzerzeugnissen verwendeten hautsensibilisierenden, hautreizenden oder ätzenden Stoffe

Mittlerer Abstand

Hubert Oldenburg, Chemikalien-Management

Veröffentlicht am 11.06.2018

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Die ECHA hat am 21. Mai 2018 einen öffentlichen „Call of Evidence“ gestartet, um weitere Informationen zu solchen Stoffen zu erhalten und anschließend einen Beschränkungsvorschlag zu erstellen. Die Frist, Informationen und Unterlagen zu diesen Stoffen einzureichen, endet am 3. August 2018.

Erstellung eines Beschränkungsvorschlags

Die zuständigen schwedischen und französischen Behörden erstellen gemeinsam ein Beschränkungsdossier nach Anhang XV gemäß Artikel 69 der REACH-Verordnung über die Verwendung von Stoffen in Textil-, Leder und Pelzerzeugnissen, die die CLP-Kriterien zur Einstufung als hautsensibilisierend (Skin sens.; Kat. 1 / 1A / 1B) und/oder hautreizend (Skin Irrit.; Kat. 2) und/oder hautätzend (Skin Corr.; Kat. 1 / 1A / 1B / 1C) erfüllen.

Berücksichtigt werden sollen Stoffe mit vorstehenden Einstufungen, für die eine harmonisierte Einstufung (Stoffe aus Anh. VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung) vorliegt, aber auch für selbst eingestufte Stoffe und Stoffe für die eine solche Einstufung durch RAC empfohlen wird.

Der Vorschlag zielt darauf ab, das Inverkehrbringen von fertigen Textil- und Lederartikeln, Häuten und Fellen zu erfassen und zu beschränken, sofern sie für den direkten und längeren Kontakt mit der Haut bestimmt sind.

Aufruf zur Erfassung von Stoffen

Der gestartete Aufruf, Informationen und Unterlagen zu den Stoffen einzureichen, enthält eine Excel-Liste mit 355 Stoffen, die von den Behörden als relevante Stoffe mit vorstehenden Einstufungen identifiziert wurden.

Andere Stoffe, die als besorgniserregend identifiziert wurden, sind ebenfalls im Geltungsbereich enthalten. Ziel dieser Aufforderung ist es, Informationen von relevanten Interessengruppen zu sammeln über:

  • die Identifizierung dieser Stoffe in Textil- und Ledererzeugnissen, Häuten und Fellen, die in den fertigen Erzeugnissen vorkommen können
  • jede Verwendung dieser Stoffe in Textil- und Lederwaren, Häuten und Fellen zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit
  • Expositionsdaten über die Gesundheit von Menschen aus diesen Stoffen, die in den fertigen Erzeugnissen gefunden werden können, die an die breite Öffentlichkeit verkauft werden
  • Informationen über ihre Ersatzmöglichkeiten (Verfügbarkeit, technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Ersatzstoffen)

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Weitere Informationen

Zuletzt bearbeitet am 21.06.2018

Abstrakt

Aufruf zur Erfassung von in Textil-, Leder- und Pelzerzeugnissen verwendeten hautsensibilisierenden, hautreizenden oder ätzenden Stoffe (Gefahrstoffe)

06/18: Die ECHA startet einen öffentlichen „Call of Evidence“, um weitere Informationen zu hautsensibilisierenden, hautreizenden oder ätzenden Stoffen zu erhalten, die in Textil-, Leder- und Pelzerzeugnissen Verwendung finden. Ziel ist ein Beschränkungsdossier, welches das Inverkehrbringen erfasst.

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