Der UFI in der Praxis: Wir stellen uns Ihren Fragen! (Teil 3)

Jenny Phan und Dr. Clemens Jochem, Gefahrstoffmanagement, UMCO-Hamburg – veröffentlicht am 4. September 2020

Immer mehr Marktteilnehmern wird bewusst, dass sie von der harmonisierten Produktmeldung betroffen sein werden. Während vielen das Schlagwort UFI bereits ein Begriff ist, sind die weiteren umfangreichen Anforderungen im Rahmen der Produktmeldung noch nicht bei allen Meldepflichtigen in dem Maße präsent. Händler können meldepflichtig sein, auch wenn es hierzu noch keinen EU-weiten Konsens gibt. Daher lohnt sich auch für diese eine zeitnahe Auseinandersetzung mit dem Thema.

Der UFI in der Praxis. Wir stellen uns Ihren Fragen im Nachgang zu unserem Webinar (Teil 2)

Meldepflicht von Händlern

Sind Rebrander und Relabeller von der harmonisierten Produktmeldung betroffen?

Gemäß Anhang VIII der CLP-Verordnung sind generell Importeure und nachgeschaltete Anwender zur Produktmeldung verpflichtet. Für Händler besteht dennoch in einigen Fällen Handlungsbedarf. Ausführlichere Informationen finden Sie hierzu in unseren bereits veröffentlichten Blog-Artikeln.

 

Bitte beachten Sie, dass die EU-Mitgliedsstaaten gemäß den aktuellen Leitlinien bezüglich der Rolle von Händlern (Relabeller und Rebrander) noch zu keinem endgültigen Konsens gelangt sind (Seite 1 der Leitlinien „Note to the reader“, Stand: 08.05.2020). Belgien, Deutschland, Griechenland, Frankreich und Schweden vertreten abweichende Auffassungen. Dänemark hat sich bisher nicht festgelegt.

Nicht eingestufte Gemische

Müssen Gemische, die mit dem EUH210 und dem EUH208 gekennzeichnet sind, gemeldet werden?

Gemäß den aktuellen Leitlinien (Abschnitt 3.3.1.2, Seite 32) sind Gemische, die nicht oder ausschließlich als umweltgefährlich eingestuft sind, von der Meldepflicht befreit. Darunter fallen auch Produkte, die lediglich mit einem EUH-Satz aus dem Anhang II, Teil 2 der CLP-Verordnung gekennzeichnet sind.

Multi-Constituent Substances

Gilt ein Stoff mit mehreren Bestandteilen als meldepflichtiges Gemisch?

Als Grundlage für die Begriffsdefinition Stoff / Gemisch wird die REACh-Verordnung herangezogen. Demnach ist ein Stoff wie folgt definiert:

„Chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können“.

Da gemäß Anhang VIII CLP nur gefährliche Gemische (H2xx, H3xx) gemeldet werden müssen, sind registrierte Stoffe (Mono-constituent substances, Multi-constituent substances oder UVCB substances) von der Produktmeldung ausgenommen.

Weitere Fragen und Antworten

Noch mehr Fragen werden wir in einem weiteren Blogartikel in Kürze beantworten. In der Zwischenzeit lohnt sich ein Blick in unsere bereits veröffentlichte Blog-Artikel, in denen Sie unter anderen Antworten zu diesen Fragen finden:

  • Welche Fristen gelten für die Produktmeldung bzw. wie finde ich heraus welcher Termin für meine Produkte gilt?
  • Welche Anforderungen zur Darstellung des UFI (Platzierung, Größe etc.) gibt es?
  • Wie sehen zukünftig die nationalen Kosten bei der harmonisierten Meldung über die zentrale Stelle der ECHA aus?
  • Muss der UFI-Code immer in das Sicherheitsdatenblatt (SDB) aufgenommen werden?
  • Wann ist eine Aktualisierung der Produktmeldung bzw. des UFIs notwendig?
  • Welche Anforderungen gelten für eine vereinfachte Produktmeldung für ausschließlich industriell genutzte Produkte?
  • Muss ich beim Wechsel meines Rohstofflieferanten meine Produktmeldung aktualisieren bzw. was mache ich, wenn ich meine Rohstoffe von verschiedenen Lieferanten beziehe?
  • Kann man einen UFI für ein nicht gefährliches Produkt auf das Etikett oder in das SDB nehmen, ohne eine Meldung durchzuführen?

 

https://www.umco.de/de/blog/artikel/ufi-in-der-praxis-wir-stellen-uns-ihren-fragen.html

https://www.umco.de/de/blog/artikel/ufi-in-der-praxis-ihre-fragen-teil-2.html

https://www.umco.de/de/blog/artikel/UFI-reine-Haendler-in-der-Produktmeldungspflicht.html

https://www.umco.de/de/blog/artikel/UFI-Private-Label-und-harmonisierte-Produktmeldung.html

Empfehlung

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Unsere Dienstleistungen

Die harmonisierte Produktmeldung führt zu einem erheblichen administrativen Aufwand. Wir bei der UMCO haben daher frühzeitig mit der Entwicklung einer automatisierten Möglichkeit zur Produktmeldung begonnen. Für unsere UHCS*- bzw. SDB-Kunden können wir daher in Kürze eine leistungsfähige Plattform bereitstellen. Kunden aller Größenordnungen können so umfassend unterstützt werden. Gern stehen wir Ihnen auch jederzeit als fachliche und strategische Berater zur Verfügung, um Ihren Meldeprozess optimal zu gestalten.

*Was bedeutet UHCS? UHCS steht für: UMCO’s Hazard Communication System. Eine von uns selbstentwickelte und kontinuierlich weiterausgebaute Softwarelösung zur SDB-Erstellung und (Kunden-)Dokumentenverwaltung inklusive verschiedener Adapterlösungen zum Informations- und Dokumentenaustausch.

Auf vielfachen Wunsch planen wir unser Seminar- und Webinarangebot zum Thema UFI und Produktmeldung weiter auszubauen, um z.B. auch speziellere fachliche Aspekte genauer zu beleuchten. Schauen Sie für Neuigkeiten gern regelmäßig in unserer Akademie vorbei.

Wenn Sie mehr über das Thema UFI wissen möchten, schauen Sie doch auf unserer UFI-Seite vorbei!

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  • Termin: 21. Oktober 2020 von 14.00 bis 14.45 Uhr

 

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Der UFI in der Praxis: Wir stellen uns Ihren Fragen! (Teil 3) (Gefahrstoffe, Compliance, UMCO-Aktuell, Seminar)

09/20: Der 1. Januar 2021 rückt näher! In unserem Webinar zur harmonisierten Produktmeldung wurden erneut viele Fragen gestellt, die wir Ihnen in unserer Blogartikel-Reihe beantworten. Heute: Meldepflicht von Händlern, nicht eingestufte Gemische und Multi-Constituent Substances.

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