ECHA: neue Infografik zu regulatorischen Prozessen und Strategie zur Regulierung ganzer Stoffgruppen

Julia Mikolon, REACH, UMCO-Hamburg – veröffentlicht am 30. Dezember 2020

Regulatorische Prozesse auf EU-Ebene sind in der Regel kompliziert und es fällt mitunter schwer, den Überblick zu behalten. Für eine bessere Übersicht stellt die ECHA nun eine neue Infografik über die regulatorischen Prozesse zur Verfügung. Darüber hinaus veröffentlicht sie Informationen zur weiteren Strategie. Hier im Fokus: Die ECHA möchte künftig mehr auf den sogenannten Stoffgruppen-Ansatz setzen!

Die ECHA veröffentlicht eine neue Infografik

Neue Infografik der regulatorischen Prozesse der ECHA

Was ist eine RMOA? Wie wird mein Stoff zum SVHC? Wie landet mein Stoff im Anhang XVII der REACH-Verordnung und wird beschränkt? Welche regulatorischen Prozesse gibt es? Alle diese Fragen versucht die ECHA nun mit einer neuen und verbesserten Infografik übersichtlich darzustellen.

Hier finden Sie den Link zu der neuen Infografik der ECHA.

Regulatorischer Ansatz der ECHA: die Stoffgruppen

Die EU hat es sich zum Ziel gemacht, Stoffe mit besonders besorgniserregenden Eigenschaften oder Anwendungen schneller zu regulieren. Um hier zügiger voranzukommen, möchte die ECHA vermehrt auf den Gruppenansatz setzen.

Diese Vorgehensweise hätte einige Vorteile:

  • bringt Konsistenz und verbessert die Koordination der Regulierungsarbeit
  • beschleunigt die Identifizierung von Substanzen, die regulatorische Maßnahmen erfordern, sowie von Substanzen, für die derzeit keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind
  • hilft Unternehmen Substitutionen rechtzeitig zu planen

 

Natürlich müssen bei der Anwendung dieses Gruppenansatzes auch einige Kriterien beachtet werden:

  • strukturelle Ähnlichkeit unter Verwendung der Informationen zur Stoffidentität in Registrierungsdossiers und C&L-Meldungen
  • Read-across und Kategorien und Verwendung von Informationen aus den Registrierungsdossiers der Industrie

 

Hierbei ist anzumerken, dass die ECHA bei einer Prüfung gerade den genutzten Read-across der Industrie in Registrierungsdossiers oft kritisiert und nicht akzeptiert. Trotzdem möchte sie diesen nun für behördliche Zwecke selbst nutzen. Es bleibt zu hoffen, dass hier gleiche Maßstäbe für Industrie und Behörden gelten werden.

Wird eine ganze Stoffgruppe reguliert, z. B. als Teil der Kandidatenliste (SVHC) oder als Teil der Beschränkung (Anhang XVII), ist es häufig schwierig, alle Mitglieder dieser regulierten Gruppe sofort zu erkennen. Nicht immer werden in dem Gruppeneintrag alle relevanten CAS- und EC-Nummern genannt. So kann es passieren, dass Firmen nicht ausschließlich anhand der Identifikationsnummern prüfen können, ob der eigene Stoff betroffen ist. Auch hier ist zu hoffen, dass die ECHA und die EU-Behörden ihre Systeme verbessern, wenn sie vermehrt auf diesen Ansatz setzen wollen.

Empfehlung

Prüfen Sie Ihr Stoff-Portfolio genau, gerade wenn es die Gruppeneinträge bei Beschränkung und Zulassung von Stoffen oder Stoffe auf der SVHC-Liste betrifft. Manchmal ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass der eigene Stoff unter einen dieser Einträge fällt.

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Abstrakt

ECHA: neue Infografik zu regulatorischen Prozessen und Strategie zur Regulierung ganzer Stoffgruppen (Gefahrstoffe, REACH)

12/20: Die ECHA stellt eine neue Infografik zur besseren Übersicht über die regulatorischen Prozesse zur Verfügung. Außerdem informiert sie darüber, wie in Zukunft vermehrt ganze Stoffgruppen reguliert werden sollen, statt wie bisher einzelne Substanzen.

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